Sicherheitsblog von Beda Sartory

Sicherheitspolitischer Blog der Schweiz.

Hitzewelle – Gefahr für im Auto zurück gelassene Kinder und Tiere!

Gerade jetzt, bei der herrschenden Hitzewelle, ist das Thema hoch aktuell. Immer wieder kommt es leider auch heute noch vor, dass Kinder oder Tiere im Auto zurückgelassen werden. Die damit verbundenen Gefahren werden völlig unterschätzt. Innert Minuten steigt die Hitze in einem Auto stark an – es droht Lebensgefahr oder gar der Hitzetod. Oft müssen Polizei, Feuerwehr oder verantwortungsbewusste, mutige Passanten einschreiten, um Kinder oder Tiere zu retten.

In den USA sterben so jährlich etwa 40 Kinder. Ein Grund für den Wissenschaftler Dr. Andrew Grundstein, die Hitzebildung im geschlossenen Auto näher zu untersuchen. Die Ergebnisse seines Teams sind alarmierend: schon nach kürzester Zeit sind die Temperaturen im Sommer so angestiegen, dass Lebensgefahr droht.

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Das Fazit ist klar, Kinder und Tiere dürfen grundsätzlich nie allein im Auto gelassen werden. Eltern oder Tierhalter welche dies missachten, handeln völlig verantwortungslos! Passanten, welche im Auto zurück gelassene Kinder oder Tiere sehen, sollten einschreiten und Hilfe herbei rufen.

 

Mediensammlung:

http://www.liliput-lounge.de/themen/warnung-vor-ueberhitzung
http://www.rtl.de/cms/wieder-musste-polizei-kinder-aus-ueberhitzten-autos-retten-2365881.html
http://www.7tv.ch/fruehstuecksfernsehen/1-kind-in-ueberhitzten-auto-clip
http://www.lvz.de/Leipzig/Polizeiticker/Polizeiticker-Leipzig/Feuerwehr-rettet-Kind-aus-ueberhitztem-Auto-in-Leipzig-Vater-wird-verwarnt
http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.stuttgart-bad-cannstatt-feuerwehr-befreit-baby-aus-verschlossenem-auto.e3861f96-dd9c-4588-bb2b-56e807ff4071.html
http://www.berlin.de/aktuelles/berlin/3122613-958092-mann-befreit-eingeschlossenes-kleinkind-.html
http://www.neuepresse.de/Hannover/Meine-Stadt/Burgwedel-Feuerwehr-befreit-Kleinkind-aus-VW
http://www.welt.de/regionales/baden-wuerttemberg/article138537026/Abschleppdienst-befreit-Hund-aus-ueberhitztem-Auto.html

Weiterentwicklung der Armee – wie weiter?

Bildschirmfoto 2015-07-03 um 06.13.05Sollen nun der Armee, nach dem verantwortungsloses Trauerspiel im Nationalrat, auch noch die Ausgaben gekürzt werden?

Am 18. Juni versenkte der Nationalrat in seiner Schlussabstimmung die Vorlage zur Weiterentwicklung der Armee (WEA). Dies nach einer langen Debatte, in welcher sich der Rat zu verschiedenen Kompromissen fand. Das Ergebnis in der Schlussabstimmung, mit 86 zu 79 Stimmen, war wohl für die meisten Parlamentarier eine Überraschung. Während die Linke jubelte, rieben sich die Bürgerlichen verdutzt die Augen.

Die Ablehnung ist auf eine unheilige Abstimmungs-Allianz zwischen den Linken, welchen die Kompromisse zugunsten der Armee zu weit gingen und der SVP, welche lieber eine Armee mit 140‘000 Mann und einem gesetzlich festgeschriebenen Mindestbudget von fünf Mia. CHF wollte. Dass damit gar nichts erreicht wurde und das Ganze in einem verantwortungslosen Trauerspiel endete, scheint die SVP nicht zu beunruhigen.

Ein deutliches Signal zugunsten einer modernen, einsatzbereiten Armee und eine Chance für mehr Planungssicherheit wurden damit vertan. Leidtragende sind die Armee und ihre Soldaten!

Wie weiter? Es ist zu hoffen, dass sich die Politiker in der Herbstsession besinnen, ihre Verantwortung wahrnehmen und die bürgerlichen Parteien der WEA geschlossen zum Durchbruch verhelfen. Dies ist besonders auch mit Blick auf den Voranschlag 2016 und die folgenden Jahre wichtig. Die Sparschraube darf nicht schon wieder bei der Sicherheit und der Armee angesetzt werden, vielmehr dort, wo das Ausgabenwachstum über Jahre ungebremst erfolgt ist!

Mediensammlung:

http://m.schweizamsonntag.ch/kommentare-aargau/verantwortungslos-gegenueber-unseren-soldaten-129260473
http://www.nzz.ch/schweiz/nationalrat-kippt-die-armeereform-1.18565239
https://www.news.admin.ch/message/index.html?lang=de&msg-id=57963
http://www.aargauerzeitung.ch/schweiz/2016-sollen-die-ausgaben-beim-bund-nicht-weiter-wachsen-129299618

Rückt der IS näher?

siblog005Nicht schon wieder – schoss es uns durch den Kopf, als wir am 26. Juni 2015 von den Terroranschlägen in Frankreich und Tunesien aus dem friedlichen Alltagsdasein gerissen wurden. Und doch, es ist Tatsache! Der IS rückt näher an die Schweizer Grenze und steht mit seiner Brutalität und menschenverachtenden Art, dem bisher gehörten in keiner Weise nach.

Der IS ist Tatsache und es ist eine Frage der Zeit, bis er auch uns in der Schweiz treffen wird. Gemäss VBS-Chef Ueli Maurer steht auch die Schweiz zunehmend auf dem Radar von radikalen Islamisten. Sein Aussage: „Die Frage ist nicht ob, sondern wann etwas passiert“, lässt aufhorchen.

Die Menschen sehnen sich nach Sicherheit und erwarten, dass der Staat alles erdenklich Mögliche dafür tut. Um dies bestmöglich zu gewährleisten, sind vor allem der Nachrichtendienst des Bund (NDB) und die Sicherheitsorgane in der Schweiz gefordert. Ihren Beitrag haben aber auch die Politiker und die Medien zu leisten.

Die Politiker indem sie Rahmenbedingungen schaffen, einerseits damit die Sicherheitsorgane wirksam Vorsorge treffen können, andererseits, dass IS-Rückkehrer und Sympathisanten, welche zu Gewalt aufrufen, verhaftet und von der Justiz hart belangt werden können.

Die Medien müssen sich bewusst sein, dass sie mit den Bildern und der Namensnennung von Terroristen diesen ein Gesicht geben und sie bei ihren Angehörigen mystifizieren und glorifizieren. Dies motiviert wiederum andere ebenfalls solche Taten zu verüben, um so auch „berühmt“ zu werden. Dieser Einfluss der Medien ist verschiedentlich belegt. Es ist deshalb zu hoffen, dass auch die Medien diesbezüglich sensibilisiert und sich ihrer Verantwortung bewusst werden.

Verstärkte Sicherheitsanstrengungen sind notwendig, im Wissen darum, dass es den absoluten Schutz leider nicht gibt.

Mediensammlung / Verweise:

- http://www.watson.ch/!213612056
http://bazonline.ch/ausland/europa/Frankreich-trauert-um-das-Opfer-von-SaintQuentin/story/26445267
http://www.spiegel.de/politik/ausland/terror-in-tunesien-steinmeier-bestaetigt-deutsches-todesopfer-a-1041014.html
http://www.blick.ch/news/ausland/frankreich-hoechste-sicherheitsstufe-nach-terroranschlag-in-frankreich-id3913555.html
http://www.swissinfo.ch/ger/islamistische-extremisten_terroranschlag-in-tunesischem-badeort-fordert-dutzende-von-opfern/41515292
http://www.bernerzeitung.ch/schweiz/Die-Frage-ist-nicht-ob-sondern-wann-etwas-passiert/story/12298855

Neues Pädophilen-Gesetz – wieder Täterschutz vor Opferschutz – wann ist es genug?

Der Artikel in der heutigen Sonntagszeitung (Ausgabe vom 17.05.2015) veranlasst mich ein weiteres Mal dieses Thema aufzugreifen. Wer den Artikel und die Argumentation von Strafrechtsprofessor Martin Killias gegen den Gesetzesentwurf des Justiz und Polizeidepartementes für das neue Pädophilen-Gesetz liest, fühlt sich in einer „verkehrten Welt“. Wieder soll durch ein kompliziertes und unpräzis umschriebenes Gesetz der Täterschutz über den Opferschutz gestellt werden.

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Hier geht es um den Schutz unserer Kinder und Enkelkinder. Ich wünsche mir hier eine härtere und konsequentere Gangart vom Gesetzgeber und erwarte, dass National- und Ständerat klar und unmissverständlich Stellung beziehen und Opferschutz vor Täterschutz stellen!

Mediensammlung:
http://www.sonntagszeitung.ch/read/sz_17_05_2015/nachrichten/Paedophilen-Gesetz-ist-ein-Monster-das-die-Probleme-nicht-loest-35343

Opferschutz vor Täterschutz – brutale Schläger müssen härter bestraft werden!

operferschutzWenn brutale Schläger scheinbar grundlos andere Menschen verprügeln und dann noch mit Milde rechnen dürfen, so ist das für jeden anständigen Bürger unverständlich. Deshalb erstaunt es nicht, dass solche Urteile, wie im Fall der „Schläger von Kreuzlingen“ zu einem Aufschrei in der Bevölkerung führen.

Nach Auffassung vieler anständiger Menschen sind die Strafen in der Schweiz zu milde und es besteht der Eindruck, dass die Gerichte ihren Spielraum bei der Strafzumessung zu sehr zugunsten der Täter auslegen. Dies wird von vielen als Affront gegenüber den Opfern empfunden.

Die Strafzumessung durch die Richter bei schweren Körperverletzungen steht kaum mehr im Einklang mit der Brutalität der Schläger. Die verhängten teilweise sehr milden Strafen haben keinerlei präventive Wirkung mehr.

Deshalb ist es notwendig, die Mindeststrafen und die Strafzumessung nach oben zu korrigieren. Brutale Schläger müssen erkennen, dass Sie für ihre verwerflichen Taten hart und kompromisslos bestraft werden.

Wie vielerorts befassen wir uns nach Straftaten fast ausschliesslich mit den Tätern und kümmern uns kaum um die Opfer. Letztere gehen leider vielfach vergessen und werden mit ihrem Leid allein gelassen.

Wenn wir diese unbefriedigende Situation verbessern wollen, so braucht es ein Umdenken:

– Opferschutz muss konsequent vor Täterschutz gestellt werden.
– Es braucht den politischen Willen, brutale Schläger härter anzupacken und die Strafnormen in diesem Bereich zu überprüfen und zu verschärfen.
– Urteile müssen transparent kommuniziert und bürgerverständlich begründet werden.

Ich wünsche mir eine Verschärfung und eine härtere Gangart gegenüber brutalen Schlägern ebenso, wie einen würdevollen Umgang mit den Opfern!

Mediensammlung:

http://www.tagblatt.ch/ostschweiz/thurgau/kantonthurgau/tz-tg/Fall-um-Schlaeger-von-Kreuzlingen-muss-neu-beurteilt-werde;art123841,4215763

1.-Mai-Demonstrationen zum X’ten….

bild001Jedes Jahr die selbe Leier, einige tausend Demonstranten gehen auf die Strasse und lauschen den Forderungen einiger Gewerkschafter und linken Politiker. Und als ob es dazu gehört, kommt es jedes Jahr zu Ausschreitungen, Sachbeschädigungen und Strassenschlachten mit der Polizei.

Wie immer steht in der Schweiz die einwohnerstärkste Stadt Zürich im Fokus des Interesses. Chaoten beschädigen Geschäfte, zünden Container an und liefern sich Strassenschlachten mit der Polizei.

Es ist erfreulich, dass die Ausschreitungen am 1. Mai zurückgegangen sind. Zitat Tagesanzeiger „Alles in allem ist der 1. Mai in Zürich friedlich verlaufen. Wie bereits im letzten Jahr sind auch dieses Jahr massive Ausschreitungen ausgeblieben, auch wenn es vereinzelt zu Sachbeschädigungen gekommen ist. So wurden etwa Fassaden der Grossbanken UBS und Credit Suisse mit Farbbeuteln verschmiert.“ und „…Polizisten seien zwar mit Flaschen und Steinen beworfen worden. Dank des besonnenen und professionellen Handelns sei es jedoch nie brenzlig geworden.“

Dass es keine grösseren Ausschreitungen gab ist vor allem das Verdienst der Polizei, welche sich stark zurück hielt und mit einem Grossaufgebot von mehreren 100 Polizeiangehörigen und einer geschickten Taktik arbeitete. Ich war selbst mehrere Jahre Mitglied des Einsatzstabes in Zürich habe selber miterlebt, wie anspruchsvoll die Aufgabe für die Einsatzleitung und die eingesetzten Beamten ist.

Es ist für jeden anständigen Bürger unverständlich, warum es eigentlich Ausschreitungen (auch kleinere) geben muss. Ist es wirklich nicht möglich, friedlich zu demonstrieren und seine Unzufriedenheit, oder seine Forderungen ohne Ausschreitungen zum Ausdruck zu bringen?

Chaoten und Mitläufer von gewalttätigen Demonstrationen sollten hart bestraft werden und solidarisch für die Begleichung der verursachten Schäden zur Rechenschaft gezogen werden. Dies hätte bei konsequenter Anwendung mit Sicherheit eine abschreckende Wirkung!

 

Chaoten und Hooligans gehören nicht zum Sport!

bild002Als sportbegeisterter Mensch freue ich mich wie viele andere auch über einen tollen Fussballmatsch oder ein spannendes Eishockey Spiel. Was ich aber absolut nicht verstehe, sind die immer wieder vorkommenden Ausschreitungen. Bei allem Ärger über ein verlorenes Spiel rechtfertigt es sich mit nichts, seinem Frust durch Pöbeleien oder Sachbeschädigungen Luft zu machen. Wer so etwas tut ist kein echter Sportfan, sondern schlicht und einfach ein mieser Chaot! Diese Zustände ärgern jeden anständigen Bürger und dürfen nicht toleriert werden.

Um diese Unsitten zu bekämpfen braucht es eine klare Front gegen jede Art von Ausschreitungen und ein Mitziehen aller:

1. Verantwortungsbewusste Vereinsvorstände, welche weder Ausschreitungen noch Pyros im oder auch ausserhalb von Stadien tolerieren und konsequent Massnahmen ergreifen.

2. Echte Fussballfans, die sich von Chaoten und Hooligans klar distanzieren.

3. Eine Polizei die konsequent einschreitet und den Schutz der Bürger und die Ordnung gewährleistet.

4. Politiker, welche sich klar hinter die Polizei stellen.

5. Strenge Gesezte und harte Strafen mit Möglichkeiten zur Kostenübertragung, wie dies im Kanton St. Gallen möglich ist und angewendet wird.

6. Richter, welche die Gesezte streng handhaben und harte Strafen verhängen.

Das Hooligan-Konkordat weist in die richtige Richtung. Was nun von der grossen Mehrheit erwartet wird ist eine konsequente Umsetzung!

 

Mediensammlung: